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Worte unseres Pfarrers

Teaser Pfarrer Detlef Pötzl
Datum:
Veröffentlicht: 24.5.22

Liebe Mitglieder unserer Gemeinden,
liebe Schwestern und Brüder,

mit dem Pfingstfest endet die 50-tägige Osterzeit. Wir hören, dass die Jünger Jesu mit den Gaben des heiligen Geistes beschenkt wurden, dass sie neuen Mut fassen konnten und dass sie mit Leidenschaft und Begeisterung in die Welt gezogen sind, um die frohe Botschaft zu verkünden. Durch die Taufe und die Firmung sind auch wir berufen, allen Menschen von unserer Hoffnung zu erzählen und glaubwürde Zeuginnen und Zeugen für Jesus Christus zu sein. Natürlich gibt es aber auch Herausforderungen und Sorgen, die uns das Leben schwer machen. Angesichts des Krieges in der Ukraine, der vielen Konflikte weltweit, der Ungerechtigkeit, der Armut und der großen Not in vielen Ländern dieser Erde erkennen wir aber auch unseren Auftrag in der Welt. Wir sollen helfen, dem anderen beistehen und Zeugnis von unserer Hoffnung ablegen – in Wort und Tat. Im Blick auf das bevorstehende Pfingstfest, bittet uns das bischöfliche Hilfswerk RENOVABIS um Unterstützung.

Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Im März 1993 wurde Renovabis von der Deutschen Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken gegründet. Der Name stammt aus Psalm 104,30: "Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen, und du erneuerst (= lat. „renovabis“) das Antlitz der Erde." In den Wochen vor und an Pfingsten denken wir besonders an die Menschen in Ost-, Mittel und Südosteuropa. Seit 29 Jahren unterstützt das Hilfswerk Renovabis die Menschen dort materiell und ideell dabei, ihren Lebensraum zu gestalten und am gemeinsamen Haus Europa mitzubauen. Die diesjährige Pfingstaktion steht unter dem Leitwort: „dem glaub‘ ich gern!“

Als Christinnen und Christen bleiben wir der Hoffnung verpflichtet, dass sich Glaube nicht nur auf Worte gründet, sondern auch aus der Erfahrung tätiger Solidarität mit allen Menschen in Not und Verzweiflung speist. Diesen Glauben können wir miteinander in Ost und West bezeugen: zum Beispiel durch eine echte „Willkommenskultur der Nächstenliebe“. Viele Menschen aus der Ukraine haben in den benachbarten EU-Ländern wie Rumänien, Polen, Ungarn und der Slowakei, aber auch in Deutschland Zuflucht gesucht und gefunden. Die Nächstenliebe muss das Band sein, das unsere Gesellschaften über die Grenzen hinweg verbindet.

Glaube stützt und kann Brücken bauen, wo Trennung ist. Glaube ist ein Fundament für den Einsatz für Menschen in Not. Dem Menschen, der aus seinem Glauben heraus handelt und scheinbar Unmögliches möglich macht, „dem glaub‘ ich gern!“ Zusammen mit Pfarrvikar Anton Heinz, Pfarrer i.R. Erhard Schupp, Diakon Alfred Trebes, Gemeindereferent Andreas Roderer, Gemeinde­referentin Kathrin Ritter, unseren Gottesdienstbeauftragten und den Beschäftigten in den Pfarrbüros wünsche ich uns allen, dass wir solche „glaubwürdigen“ Menschen sein können. Gleichzeitig wünsche ich Ihnen ein gesegnetes und bereicherndes Pfingstfest.

Detlef Pötzl